Alltag als Hausfrau und Mama

MAMA-ALLTAG – Zwischen Windeln und Wahnsinn

Gleichzeitig DIE Übermama sein und den Haushalt „schupfen“? Geht das oder lassen wir uns von der bloßen Vorstellung blenden, dass wir das perfekte Ebenbild einer Vorzeige Vollblut Mama sein wollen?

Die Aufgabe Mama zu sein, ist an sich schon ein Vollzeit Job, bedenke man die unzähligen Kinderarzttermine innerhalb des ersten Lebensjahres, die Spielplatzdates mit Kindergartenfreunden und jeglichen weiteren Freizeitbetätigungen einfach um die Kleinen so viel wie möglich zu beschäftigen und „auszupowern“. Als ob das nicht schon genug wäre kommt Alltägliches hinzu – Wäsche, Haushalt, Einkauf und vielleicht sogar ein Teilzeitjob.

Ob dafür 24 Stunden reichen? Ganz ehrlich, wohl kaum.

Unzählige Male habe ich mich bereits in der Situation wiedergefunden in der ich total überfordert und körperlich am Ende war und mir wünschte, dass der Tag mindestens 48 Stunden hätte. Viel zu viel stand auf meiner täglichen Liste die es „abzuarbeiten“ galt.

Das klingt alles etwas übertrieben? Vielleicht.

Tatsächlich ist es aber nunmal so, dass die Aufgaben einer Mama nicht enden sobald die Kinder zu Bett gehen. Ganz ehrlich, für viele geht’s dann erst so richtig los. Von Wäsche machen bis hin zur Beseitigung des Schlachtfeldes in Küche und Wohnzimmer. Mit letzter Kraft raffe ich mich dann meist selbst noch irgendwie auf um zumindest einigermaßen ein aufgeräumtes und ordentliches Erscheinungsbild unserer vier Wände zu schaffen.

Zeit zum Durchatmen? Ähm, eher nicht.

Oft genug habe ich gehört, dass es sich dabei um einen temporären Zustand handle. Sobald die Kinder größer und selbstständiger werden würden auch die „Mama-Pflichten“ wieder abnehmen und alles lockerer und entspannter werden.  Immer wenn ich an diese Worte denke, frage ich mich ob ich mir tatsächlich schon die Zeit herbeisehnen soll in der mich meine kleinen Süßen weniger brauchen. Meine innere Stimme schreit sofort NEIN. Lieber durchatmen, einen Schritt zurück machen und das Chaos um mich herum Chaos sein lassen. Wir sollten im HIER und JETZT leben und über jeden Tag dankbar sein an dem wir das Privileg genießen dürfen Zeit mit unseren Kindern zu verbringen, Zeit in der wir zusammen lachen und Erinnerungen schaffen.

Alltag_Mama

Man lädt sich selbst zu viel Druck auf

Die Wahrheit ist, dass uns keiner vorschreibt WAS nicht alles WANN erledigt sein muss. Es ist lediglich das Perfektionsmonster in uns Müttern das uns ein schlechtes Gewissen bereitet sobald wir vom vermeintlichen Weg der perfekten Übermama abkommen. Fakt ist, dass man als Mama in der heutigen Gesellschaft enormen unter Druck steht:

„Kümmere dich rechtzeitig um die Frühförderung deines Kindes“, „Achte darauf, dass es täglich genug Gemüse und Obst isst“, „Bloß keinen Zucker“, „Sieh zu, dass dein Kind noch vor dem Kindergarten sauber ist“ usw.

Eine Erwartungshaltung die einen regelrecht zu erschlagen droht und oftmals auch einfach nur überfordert. Umso wichtiger ist es immer mal wieder kurz innezuhalten und uns in Erinnerung zu rufen, dass es nicht darum geht was andere von einem erwarten oder denken könnten. Natürlich wissen wir, dass es das Beste und Gesündeste wäre wenn wir alles selbst kochen und backen und bloß nichts Fertiges kaufen. Auf der anderen Seite, um ganz ehrlich zu sein, ist es oftmals der leichtere und zeitsparende Weg. Auch wenn ich selbst ein absoluter Fan von Selbstgemachten bin muss ich zugeben, dass auch ich nicht immer alles „unter einen Hut“ bekomme und daher dann zwischendurch auch mal Fischstäbchen auf den Teller kommen. Bevor ich im Stress untergehe und meine Kinder am Ende dann die Leidtragenden sind, habe ich beschlossen je nach Situation zu entscheiden und mich nicht mehr davon leiten zu lassen von „was sich so gehört“. Und siehe da, es lebt sich tatsächlich einfacher. Ich bin entspannter, meine Kinder sind es auch. Everything’s good.

ZEIT ist ein wertvolles Gut

Immer wenn wir mal wieder an uns selbst zweifeln sollten wir uns die Frage stellen was denn unseren Kindern eigentlich wichtig ist. Ist es die Tatsache, dass das Bett immer gemacht ist, alles an seinem Platz liegt und das T-Shirt faltenfrei ist, oder ob es die Zeit ist die sie mit uns Eltern verbringen dürfen? (und wir diese auch genießen können).

Die Zeit wo wir in strahlenden Kinderaugen blicken oder eine dankbare Umarmung dafür bekommen etwas Tolles zusammen erlebt zu haben ist schlichtweg unbezahlbar. Tatsächlich vergeht diese Zeit ohnehin viel zu schnell. Wie Oma schon immer sagte: „Genieße die Zeit, je älter du wirst desto schneller vergeht sie“. Danke Omi, wie recht du damit nicht hast! 

Also liebe Mamis, genießt jede Sekunde mit euren kleinen Kröten, ja, auch die Tage an denen sie uns mal wieder total in den Wahnsinn treiben. Immer daran denken, morgen sind sie wieder einen Tag älter, um eine Erfahrung und viele Lektionen reicher. Lebt nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Es geht darum was JETZT ist. Darum, Augen zu und genießen.

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